Kindergärten
St. Willibrord Siersburg
Unser pädagogischer Grundsatz: „Lasset uns am Alten so gut es geht halten und auf diesem Grund Neues schaffen jede Stund.“ (Quelle: Tagungshaus St. Thomas). Unsere pädagogische Arbeit geht von den heutigen Lebenssituationen der Kinder aus. Entsprechend unserem gemeinsam entwickelten katholischen Leitbild sind wir verantwortliche Begleiter der Familien in Erziehungs-, Bildungs-, und Betreuungsfragen. Die Werte und Normen unserer kleinen Kindergarten-Gesellschaft mit ihrem christlichen Menschenbild sind dabei im Alltagsleben für die Kinder stets erfahrbar. Wir sind ein Haus mit zwei Bereichen, die für die Kinder offen sind, so dass alle Kinder miteinander Lernerfahrungen machen können. 84 Ganztagsplätze für Kinder von null bis sechs Jahren, davon 22 Plätze für Kinder von null bis drei Jahren und 62 Plätze für Kinder von drei bis sechs Jahren stehen zur Verfügung.
Öffnungszeiten:
Montag – Freitag von 07.00 bis 17.00 Uhr. Zur Niedtalhalle 6, 66780 Rehlingen-Siersburg (bei der Niedtalhalle).
Leiterin: Petra Faßbender, Tel. 06835-1760, E-Mail: st.willibrord-siersburg(at)kita-saar.de
Förderverein Kunterbunt e.V. St. Willibrord
Die Aufgabe des Fördervereins ist Gelder aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und aus anderen Aktionen zu sammeln und zum Wohle unserer Kinder einzusetzen. Wir möchten den Kindergarten St. Willibrord für die Zukunft attraktiv gestalten. Der Förderverein ist seit 2012 als gemeinnütziger Verein anerkannt. Deshalb können Sie Ihre Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerlich geltend machen. Sie helfen den Kindern durch: Ihren Mitgliedsbeitrag, Ihre freiwillige Spende, Ihre Ideen, Ihr Engagement.
Kontakt: 06835-1760
St. Martin Siersburg
Wir laden Sie ein, unseren Kindergarten kennen zu lernen. Alle Kinder ab drei Jahren heißen wir recht herzlich willkommen. Insgesamt haben wir zwei Gruppen mit jeweils 25 Kindern (Sonne- und Regenbogengruppe). Die Gruppen sind altersgemischt (drei bis sechs Jahre). Wir begleiten Kinder und auch die Eltern ein Stück auf ihrem Weg. Dabei ist uns wichtig, dass alle sich bei uns wohl und angenommen fühlen. In einer freundlichen, angenehmen Umgebung mit festen Gruppen und tollem Spielplatz soll die Persönlichkeit des Kindes gestärkt und Wissen vermittelt werden.
Öffnungszeiten:
Tagesstätte Montag – Freitag 07.00 bis 17.00 Uhr,
Krippe Montag - Freitag 07.00 bis 17.00 Uhr,
Regelbetreuung Modell 1: Montag – Freitag 07.30 bis 13.30 Uhr; den Imbiss für die Mittagspause bringen die Kinder von zu Hause mit.
Regelbetreuung Modell 2: Montag – Freitag 08.00 – 12.00 Uhr sowie Mo, Di, Do, Fr 14.00 bis 16.30 Uhr. Am Kirchhof 1, 66780 Rehl.-Siersburg (nahe der Pfarrkirche St. Martin).
Leiterin: Elvira Eiswert, Tel. 06835-2721; E-Mail: st.martin-siersburg(at)kita-saar.de
Förderverein Katholischer Kindergarten St. Martin e.V.
Der Förderverein wurde im November 2010 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Erziehungs- und Bildungsarbeit des Kindergartens St. Martin in ideeller, organisatorischer, sowie finanzieller Hinsicht zu unterstützen. Getreu unserem Motto „Gemeinsam stark – für unsere Kinder“ wurden schon viele Projekte realisiert. Auch Sie können mit nur einem Euro pro Monat unsere Arbeit unterstützen.
Kontakt: 06835-2721; E-Mail: info(at)kita-siersburg.de; homepage: www.kita-siersburg.de
St. Konrad Hemmersdorf
„Mit Gott auf dem Weg ins Leben“ ist die Überschrift unseres Leitbilds.
Gemeinsam mit unseren Kindern machen wir uns auf den Weg, um die Fülle des Lebens täglich neu zu entdecken. Wir haben teil an ihren Erfahrungen und Erfolgen, und bieten ihnen auf schwierigen Wegstrecken unsere Hilfe und Unterstützung an. Es ist uns wichtig, dass unsere Kindertageseinrichtung ein Ort ist, an dem die Kinder Geborgenheit, Aufmerksamkeit und Zuwendung erfahren. Wir fördern die Kinder individuell gemäß ihrer Fähigkeiten und ihres Entwicklungsstandes.
Unsere Themen und Projekte orientieren sich an den Interessen der Kinder, am Bildungsprogramm für saarländische Kindertageseinrichtungen und am Rahmenleitbild für katholische Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier. Wir arbeiten mit den Eltern unserer Einrichtung offen, vertrauensvoll und verlässlich zusammen, für Anliegen der Eltern haben wir stets ein offenes Ohr. Regelmäßige Entwicklungsgespräche dienen der bestmöglichen Förderung der Kinder. In unserem Haus gibt es kindgerecht und freundlich eingerichtete Gruppen- und Funktionsräume und eine große Turnhalle. Wir haben außerdem ein abwechslungsreiches, großes Außenspielgelände.
Unsere Kindertageseinrichtung bietet Platz für 87 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren und für 17 Krippenkinder im Alter von 8 Wochen bis 3 Jahren.
Öffnungszeiten:
Krippe Mo-Fr 7:00 – 17:00 Uhr;
Tagesstätte: Mo–Fr 7:00 – 17:00 Uhr;
kurze Ganztagsplätze: Mo-Fr 7:00 – 14:00 Uhr;
Regelplätze: Mo-Fr 7:45 – 12:00 Uhr und Mo, Di, Do 14:00 – 17:00 Uhr;
tageweise Ganztagsbetreuung nach Absprache.
Kontakt: 06833-625; E-Mail:
Förderverein Kindergarten Hemmersdorf e.V.
Der Förderverein Kindergarten St. Konrad Hemmersdorf wurde im April 2013 gegründet. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Unterstützung der Kinder des Kindergartens Sankt Konrad, Hemmersdorf. Insbesondere wird der eigenständige Bildungsauftrag des Kindergartens ausdrücklich bejaht. Die Sammlung von Geld- oder Sachmitteln, die dem Kindergarten zur Verfügung gestellt werden, dienen zur Anschaffung von Spielgeräten oder Materialien, Ermöglichen der Öffentlichkeitsarbeit zur Steigerung der Anerkennung des Kindergartens, Unterstützung der pädagogischen Arbeit, Unterstützung bedürftiger Kinder bei der Teilnahme von Gemeinschaftsveranstaltungen und in sonstigen Einzelfällen.
Werden auch Sie Mitglied im Förderverein unseres Kindergartens oder unterstützen Sie dessen Arbeit mit einer einmaligen Spende.
Kontakt: 06833-173986; E-Mail: kigahemmersdorf(at)web.de
Kirche St. Rufus Niedaltdorf
Die Geschichte der Kirche Sankt Rufus Niedaltdorf
Die aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts stammende Kirche St. Rufus in Niedaltdorf liegt unmittelbar an der Grenze zu Frankreich. Sie wurde 1871 bis 1873 vom Trierer Baumeister Mendgen im neugotischen Stil anstelle einer kleinen mittelalterlichen Kirche errichtet. St. Rufus weist als einzige Kirche der alten Erzbistümer Trier, Mainz und Köln dieses Patrozinium auf. Es ist ein einschiffiger Bau mit Querhaus und 5/8-Chor. Bemerkenswert sind die Altäre und der Ambo (aus der alten Kanzel gestaltet) sowie ein aus St. Avold stammender Leuchter, zwei Reliquiare aus Messing im Tabernakel und das Ewige Licht, das aus der Kathedrale in Metz stammt.
Besondere Beachtung verdient die Darstellung der Vierzehn Nothelfer im rechten Seitenschiff dieser Kirche. Sie sind Teil der sehr qualitätvollen einheitlichen Ausstattung des 19. Jahrhunderts. Innerhalb des Kirchenschiffes sind sie hier auf relativ engem Raum als Skulpturengruppe zusammengefasst. Der geschützte Standort bewahrt die prächtige Farbigkeit der Figuren. Ihre Einheitlichkeit ist der gleichen Entstehungszeit und dem gemeinsamen neugotischen Stil geschuldet. Die Gruppe ist nicht nur vollzählig – es hat sich sogar noch eine Heilige dazugesellt: über dem Nebenaltar steht die Gottesmutter mit dem Kind.
Die Heiligen:
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Barbara, Katharina, Maria, Cyriakus, Margaretha, Eustachius, Vitus, Christophorus, Aegidius, Pantaleon, Georg
Man ist geneigt, sie als fünfzehnte der Vierzehn Heiligen zu sehen, was im Übrigen bei Darstellung der Vierzehnheiligen als durchaus üblich gelten kann. Dieser Impuls wird dadurch verstärkt, dass die Skulptur die gleiche Größe, den gleichen Stil und die gleiche Farbigkeit hat wie die anderen. Bei ihr beeindruckt die Farbe noch etwas stärker und ihre Krone scheint eine Idee größer zu sein als die der drei Frauen unter den Märtyrern, Katharina, Margaretha und Barbara. Das entspricht durchaus dem Grad der Verehrung durch die katholischen Christen. Weltweit ist es wohl die Gottesmutter, an die sich die meisten Menschen mit der Bitte um Fürsprache wenden.
Die Heiligen:
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Dionysius, Achatius, Erasmus und Blasius Nicht zu den Vierzehn Heiligen gehört der Heilige Rufus
Nach dem Vorbild in Lourdes wurde in der Kirche St. Rufus zu Niedaltdorf 1890 nach den Plänen des damaligen Pfarrers Rausch eine Mariengrotte eingerichtet und ist damit die älteste ihrer Art auf deutschem Boden. Sie ist 8 Meter hoch, 6 Meter breit und hat eine Tiefe von 4 Metern. Sie besteht aus rotbraunem vulkanischem Gestein aus dem Mühlbergskrater bei Andernach.
Die Wände der Kirche kleidet ein Kreuzweg aus 14 Ölgemälden eines sogenannten Führich-Kreuzweges.

Dies sind Kreuzweg-Tafeln, die getreue Kopien nach Kupferstichen des österreichischen Malers Joseph Ritter von Führich (1800 – 1876) sind. Er war bekannt als Meister religiöser Themen und gehörte zur Gruppe der sog. Nazarener. Ziel der Nazarener war die Erneuerung der Kunst im Geiste des Christentums, insbesondere nach der napoleonischen Ära. Führich hat diesen Kreuzweg ursprünglich für Kirchen in Prag und Wien geschaffen. Er orientierte sich dabei an alten deutschen und italienischen Meistern im Sinne der mittelalterlichen Kunst. Die Kosten für die Malereien in Niedaltdorf von damals 352 preußischen Talern stifteten unter anderem die Familie von Johannes Guittienne, Niedaltdorfer Vorkämpfer der deutschen Demokratiebewegung, und Familie Dusartz de Vigneulle.
Kirchen in Hemmersdorf
Geschichte der Kirche St. Konrad, Kerprichhemmersdorf
Kirche St. Konrad
zgl. ein kleiner Kirchenführer
Das Bauwerk:
Die Kirche wurde von Architekt Josef Montz aus Trier geplant. Ausgehend von der Hügellage inmitten des Ortes und den das Niedtal umgebenden Berghöhen, entschied sich die Pfarrgemeinde für eine barocke Architektur. Die Gesamtlänge ist 42,10 m; die Gesamtbreite ist 17,70 m. Der Turm ist einschließlich des Turmhahnes ca. 30 m hoch. Mitte 1934 begannen die Fundamentierungs-arbeiten. Grundsteinlegung am 04.11.1934. Die Kirche wurde von den einheimischen Bauunternehmen Metzinger und Becker unter Mithilfe zahlreicher ehrenamtlicher Helfer errichtet. Bereits am 16.02.1936 hat Dechant Held aus Itzbach die Kirche feierlich eingesegnet.
Die Kirch- und Altarweihe des jetzigen Zelebrationsaltares erfolgte erst am 29. Juni 1985 durch Weihbischof Dr. Alfred Kleinermeilert im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes.
Die Eisenbahnbrücke hatten deutsche Pioniere zu Beginn des Krieges gesprengt. Dadurch entstanden erhebliche Schäden an der Kirche. Durch die zweimalige Evakuierung der Bevölkerung 1939 und 1944 konnten diese erst nach Kriegsende nach und nach behoben werden.
1952 wurden bei der Fa. Causard, Colmar
1 Glocke Tonhöhe e` mit 1350 kg
1 Glocke Tonhöhe fis` mit 750 kg
1 Glocke Tonhöhe gis` mit 500 kg gegossen.
Die 4. Glocke aus 1936 war noch vorhanden Tonhöhe h` Gewicht k.A.
Die Kirchenfenster hat 1955 Jakob Schwarzkopf, einer der bedeutendsten Glasmaler des 20. Jahrhunderts, gestaltet. Inspiriert vom Sonnengesang des Hl. Franziskus hat er in den 8 Hauptschiffsfenster „das Lob und den Dank der gesamten Schöpfung an den höchsten, mächtigsten und gütigen Herrn bildlich nachempfunden“.
Rechts: Die Fische; Mensch und Tier; Feuer; Sonne, Mond und Sterne. Links: die Vögel; Bäume und Blumen; Blitz, Lüfte und Wolken; Getreide.
In den Fenstern des Querschiffes hält er die Erinnerung an die alte Kirche fest. Rechts: Dr. hl. Martin; Links: Die hl. Apollonia. Die Emporenfenster: Pfingsten.
In den kleineren Fenster der Seitengänge hat der Kreuzweg Jesu Christi bildlich dargestellt.
Nach der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils sind 1962 die Altäre, die Kanzel, die Kommunionbank und alle Heiligenfiguren entfernt worden. Mittel- und Blickpunkt war allein „christuszentriert“ der Volksaltar. Teilweise konnten die mit viel Geldaufwand beschafften, künstlerisch wertvollen Gegenstände durch Privatinitiative vor der Vernichtung gerettet und eingelagert werden. Anlässlich der Renovierung unter Leitung des Architekten Karl Böhr, Trier von 1976 bis 1985 haben wir diese Teile nochmals der Kirchenausstattung hinzugefügt.
Die Ausstattung der Kirche:
Beim Eintritt durch das Kupfer beschlagene Haupttor fällt der Blick auf die rechts und links neben dem Durchgang zum Hauptschiff stehende barocke Marienstatue mit Jesuskind und die Statue des hl.Josef. Rechts ist die Pietakapelle. Diese ist wird begrenzt von Teilen der Kommunionbank noch aus der alten St. Martinskirche. Links ist die Gefallenengedächtniskapelle. Um ein großes altes Eichenkreuz ist für jeden aus Kerprichhemmersdorf im II. Weltkrieg gefallenen Soldaten ein Namenskreuz angebracht. In diesem Bereich steht auch die aus Alabaster gefertigte Statue der 2. Patronin Apollonia.
Durch die Glaswindfangtür geht der Blick in den ruhigen, offen und klar gegliederten Rhythmus des Hauptschiffes, der Seitenschiffe und des Chorraumes. Durch die bogen- überdeckte Pfeilerstellung sind die Seitenschiffe dem Hauptschiff angegliedert. Lisenen führen die Pfeiler hoch. Sie sind abgeschlossen durch Kapitele. Diese bilden den Sockel für die Gurtbänder, die das Tonnengewölbe abschließen. 4 große, 1980 eigens auf die Kirche abgestimmte in Italien hergestellte, 3-stufige Barock- Leuchter mit den zugehörigen Wandleuchten verbreiten ein warmes Licht.
Der Altarraum wird links und rechts von 2 Holzambonen begrenzt. Rechts ist Moses und links ist Christus dargestellt.
Die beiden Geländer sind 2007 von Kunstschmiedemeister Kurt Jenal aus Schmelz entworfen und aus Schmiedebronze gefertigt worden. Der linke Ambo ist Stellfläche für unseren Pfarrpatron den Hl. Konrad. Der rechte Ambo dient als Lesepult. In der Mitte steht der vom Bildhauer Heinz Oliberius 1985 aus Estriomos-Marmor gefertigte Zelebrationsaltar. Er ist von 4 ebenfalls von Heinz Oliberius gegossenen Bronzeleuchtern umgeben. Die 12 aus Bronze gegossenen Apostelleuchter stammen ebenfalls von Heinz Oliberius. Über diesem Altar hängt an der Decke das große Barockkreuz des 1962 entfernten Hochaltares. Das Oberteil des jetzigen Sakramentsaltars stammt aus der ehemaligen Klosterkirche in Niederprüm/Eifel. 1980 gekauft, vom Restaurator Niephor aus Kaimt restauriert und 1983 aufgestellt. Der Altartisch gehörte zum alten Hochaltar von 1935. Im Altaraufsatz steht die Skulptur des hl.Martin aus der Martinskirche. Das Altarbild stellt Vater Joachim, die Mutter Anna, Maria und darüber schwebend das Jesuskind dar. Der 1963 neu anschaffte, im Stil der Zeit gestaltete, damals freistehende Tabernakel, ist jetzt in den Altar eingegliedert und seit 2007 passend zum Altarbild mit Ikonentüren verdeckt. Das neugotische Ewiglicht aus Messing stammt aus der Werkstatt des Goldschmiedemeisters Alofs, Trier.
Die beiden Rokoko-Seitenaltäre standen in der Kirche von Lorentzen bei Sarre-Union im Elsass. Nach Überarbeitung durch Restaurator Laros, Trier haben sie seit 1987 ihren jetzigen Platz. Die auf dem Marienaltar stehenden Anbetungsengel waren Teil des Altars von 1936. Den Taufstein im rechten Seitenschiff hat 1998 ebenfalls der Künstler Heinz Oliberius aus Marmor gefertigt.
An der Wand dahinter steht auf einem Wandsockel die holzgeschnitzte Figur des Johannes des Täufers. Diese Statue stammt auch aus der alten Martinskirche. Darunter ist das Vorderteil des Altartisches aus der Kirche in Niederprüm als Sockelteil befestigt.
Hans Josef Krämer
Geschichte der Kirche St. Nikolaus, Großhemmersdorf
Kirche St. Nikolaus
zgl. ein kleiner Kirchenführer
Das Bauwerk:
Die Kirche erhielt ihre jetzige Form bei der Erweiterung zwischen 1934 und 1936. Sie wurde damals um fast die Hälfte von 7,50 m auf 13,50 m nach Süden verbreitert. An der Nordseite des Gebäudes sind die Erweiterungen ab 1480 an den Fensterbögen noch erkennbar.
Es ist eine Hallenkirche.
Die Datierung 1480 ist möglich, weil im Schlussstein des fünfgliedrigen Kreuzrippengewölbes das Wappen der damaligen Grundherrschaft eingearbeitet ist. Dieser Teil, die jetzige Priestersakristei, war der Chor. Dieser hat ein fünfteiliges Gewölbe auf hoch gekehlten Rippen die ohne Übergang aus Grunddiensten hervorwachsen. Auf die Entstehungszeit deutet auch die Sakramentsnische mit dem Oculus hin. Die Nische weist im Oberteil zwei Symbole auf und ist zinnenartig verziert. Der Oculus ist als Rundfenster mit Maßwerk ausgebildet. Er stellt eine Verbindung von innen nach außen dar. Er ist typisch für viele Kirchen der Spätromanik und Frühgotik im lothringischen Raum.
Die Fenster sind als Rundbogen, nicht als gotische Spitzbogen ausgebildet. Die jetzige Messdienersakristei war das Kirchenschiff und bis 1867 darüber der Kirchturm. In der Verlängerung von 1710 und Verbreiterung auf 7,50 m sind die 3 auf der Nordseite noch sichtbaren Fenster als Flachbogen und in der weiteren Verlängerung von 1777 auf nun 22 m die Fenster wieder als Rundbogen ausgebildet. 1867 wurde alte Turm abgetragen und an der Westseite neu gebaut. Die letzte bauliche Veränderung war dann 1934.
Nach dem Krieg wurden 1952, wie in St. Konrad bei der Fa. Causerd, Colmar
3 neue Glocken gegossen: St. Nikolaus 800 kg - St. Donatus 600 kg - St. Maria-Regina - 400 kg.
Die vierte Glocke St. Aloisius - 200 kg wurde 1922 in Hamburg gegossen. Sie war im Krieg nicht eingeschmolzen worden.
Die Fenster des Hauptschiffes Südseite und das Chorfenster der Nordseite wurden 2014 mit Spenden der Pfarrangehörigen, der örtlichen Vereine und von Saarland Sporttoto renoviert. Die Fenster Nordseite sind noch zu renovieren.
Bei der Liturgiereform nach dem II. Vatikanum ist man in dieser Kirche wesentlich behutsamer vorgegangen. Lediglich die Kommunionbank ist abgebaut worden.
Die Ausstattung der Kirche:
Die Kirche hat keinen Vorraum. Der Blick geht in den hellen lichtdurchfluteten Raum.In der Hallendecke sind die 7 Sakramente der Kirche (Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung,Eheschließung, Priesterweihe) bildlich dargestellt. Im Chorraum befindet sich mittig der Zelebrationsaltar. Er ist aus Teilen der früheren Kommunionbank gefertigt. Dahinter als Abtrennung zum erhöht stehenden früheren Hochaltar, dem jetzigen Sakramentsaltar sind die übrigen Teile der früheren Kommunionbank eingebaut.
Der Sakramentsaltar zeigt als als Relief im art deco Stil Gottvater, der das Kreuz mit seinem toten Sohn als Welterlöser hält. Rechts und links davon sind übereinander die (im Fegefeuer) leidende; die streitende (wir, die Lebenden) und die triumphierende (die erlöste Kirche) als Bilder dargestellt. Diese Bilder und auch die Bilder der beiden Seitenaltäre wurden 1951 von dem bekannten expressionistischen Kirchenmaler Alfred Gottwald, zuletzt Bonn gefertigt. Dieser Maler hat sehr viele Kirchen im westdeutschen und süddeutschen Raum ausgestaltet.
Das Bild des Marienaltars zeigt eine Schutzmantelmadonna. Der Mantel wird von 2 Engeln getragen. Unter diesem Schutz steht links Papst Pius XII, Bischof Bornewasser und der Ortspfarrer Schmitz, eine Ordensfrau und ein Ordensbruder. Rechts stehen die Gläubigen.
Der Maler hat sich auf diesem Bild (dunkler Anzug mit Bart) ebenfalls verewigt.
Im rechten Altarbild beschützt der hl. Josef vor dem Hintergrund der Peterskirche und des Trierer Domes die Kirche St. Nikolaus.
Über den Sakristeitüren steht rechts eine Statue des hl. Donatus und links eine Statue des hl. Pabstes Urban. Dieser trägt am Hals eine Lothringer Kreuz. Dieses deutet auf die Entstehungszeit der Schnitzerei um 1750 hin. Der hl. Urban ist Patron der Weinbauern. Bis zum ersten Weltkrieg wurde in Hemmersdorf Wein angebaut.
Die Kreuzwegstationen wurden 1859 gekauft.Die Kirch- und Altarweihe des jetzigen Zelebrationsaltares erfolgte am 29.06.1980 durch Weihbischof Dr. Alfred Kleinermeillert.
Hans Josef Krämer
Kirche Maria Hilfe der Christen, Fürweiler
Fürweiler besaß bis 1795 eine Kapelle, die während der französischen Revolution zerfiel. Nach langer Zugehörigkeit zur benachbarten Pfarrgemeinde Schwerdorf, Frankreich (1786 -1921) beschloss der Gemeinderat von Fürweiler am 2. Januar 1921 den Neubau einer Kirche. Bereits am 23. Oktober 1921 erfolgte die feierliche Einweihung durch Dechant Subtil.
Die Filialgemeinde wurde durch bischöfliches Dekret vom 17. Mai 1924 mit dem Status einer Kirchengemeinde errichtet und der Pfarrei St. Nikolaus, Groß-Hemmersdorf, zugeteilt. Die Innenausstattung der neuen Kirche wurde in den folgenden Jahren unter Pfarrer Alois Wagner angeschafft. Die wesentlichen Teile, wie Hochaltar, Nebenaltar, Kommunionbank und Kirchenbänke wurden durch großzügige Geldspenden Fürweiler Bürger finanziert. Die Kreuzwegstationen stammen von einem Luxemburger Bildhauer aus dem Jahre 1926. Erwähnenswert sind die in den Jahren 1948 - 1951 von dem Metzer Künstler Heyden geschaffenen Kirchenfenster.
Unter Pfarrer Erich Andries wurde die Kirche im Jahre 1965 um 3 Joche erweitert. Umfangreiche Renovierungsarbeiten schlossen sich an. Der neue Opferaltar aus Teilen der alten Kommunionbank wurde 1981 eingeweiht. Die Weihe von drei neuen Glocken fand 1963 statt.
Gruppen in Hemmersdorf
Klausen-Fußpilger der Pfarrei Hemmersdorf/Fürweiler
Seit inzwischen mehr als einem halben Jahrhundert gehört die Marien-Wallfahrt nach Eberhards-Klausen (Bild 1) am Wochenende vor dem ersten Montag im Oktober als fester Termin in den Jahreskalender von Hemmersdorf/Fürweiler.
Seit 1962 machen sich ohne Unterbrechung Pilgerbrüder in allen Altersklassen bei Gebet und Gesang zu Fuß auf den Pilgerweg ins 100 km entfernte Klausen; der älteste Pilger, der den gesamten Pilgerweg zurücklegt, ist bereits 80 Jahre alt.
Die meisten Pilger nehmen bereits seit Jahren regelmäßig an der Fußwallfahrt teil; im Jahr 2014 macht sich der langjährige Pilgervater Gerhard Lauer bereits zum 50. mal auf den Weg nach Klausen.
In Klausen angekommen findet die Fußwallfahrt, die seit Jahren unter der geistlichen Leitung des aus Fürweiler stammenden Pilgerbruders und Pfarrers Gerhard Kerber steht, ihren Abschluss mit einer Litanei und Fürbitte am Gnadenbild und dem anschließenden Pilgergottesdienst in der Wallfahrtskirche
von Eberhards-Klausen.
Anlässlich des 40sten Jubiläums der Fußwallfahrt im Jahre 2002 wurde aus Spenden und in Eigenleistung der Pilger die Marienkapelle im Ortsteil Großhemmersdorf errichtet. Dort entzünden die Gläubigen in Andacht und Stille im
Gebet das ganze Jahr über Kerzen und bringen der Jungfrau Maria ihre Anliegen vor.
Zum 50sten Jubiläum der Fußwallfahrt wurde auf dem Weg zur Marienkapelle ein Kreuzweg geweiht. Vor allem in der Fastenzeit finden sich hier immer wieder Gläubige ein, um auf dem Weg zur Marienkapelle den Kreuzweg zu beten.
Die Aktivitäten der Klausen Fußpilger werden von einem Pilgerkomitee organisiert.
Ansprechpartner ist:
Herbert Bauer, Tel.: 06833 1016









